8 - Der Weg

Ein Weg - Dein Weg

Im Laufe der Geschichte haben sich die Menschen verschiedenster Kulturen die unterschiedlichsten Wege überlegt zurück zu Gott zu finden. Von mentalen und körperlichen Übungen über Ernährung bis hin zu komplexen Wiedergeburtssystemen, um eines Tages selbst zum Gott zu werden... Für uns Christen steht eines fest: Es gibt nichts, das wir aus eigener Kraft tun können, um uns für einen Zustand der Perfektion zu qualifizieren. Wenn jemand einen Weg aus diesem Sumpf kennt, dann niemand, der selbst darin steckt. Wenn jemand den Weg zum ewigen Leben kennt, dann doch wohl der Auferstandene!

songtext

Es ist 1996, ich bin 10 und ‘ne Freundin gibt‘s nicht - also noch nicht – jedenfalls sitz‘ ich, anstatt Fettes Brot zu hör‘n, mit meinen Schwestern auf der Couch und lass mich davon nicht stör‘n. Es ist Freitagabend und Winnetou läuft, ein Großevent der deutschen Filmkunst, das sich damals nicht häuft. Ich war wie der Bogen meines Helden gespannt und wär‘ am liebsten wie Old Shatterhand mitgerannt. Doch interessanterweise war‘s ein eher stiller Moment, in dem mal ausnahmsweise keiner schießt und keiner brennt, es war die Frage von Apachenhäuptling Winnetou, und diese Frage lässt mir bis heute keine Ruh. Er fragte: „Du, was ist das für ein Gott, von dem ihr erzählt, der, um seine Liebe zu zeigen, dieses Buch auswählt, in dem ein Mann das Wesen eurer Geschichte prägt und gleich auf Seite zwei seinen eig‘nen Bruder erschlägt?!? Hugh!“ Weißer Mann schweigt und nickt mit dem Kopf. Blutspur‘n in unserem Leben, Tropf‘ für Tropfen kann man von Anbeginn der Zeit bis heute seh‘n, was passiert, wenn weiße Menschen weiße Wege gehn.
Der Weg, nach dem der Mensch noch sucht, die Wahrheit, die er braucht, das Leben, das er will. Wie viele Menschen hab‘n versucht, den eig‘nen Weg zu gehn und kam‘n doch nie ans Ziel.

Kopf an, Herz aus. Wie damals bei Kain sieht es heute ähnlich aus. Wir versuchen durch Befolgen von Regeln unser Heil zu pegeln oder geben alle Mühen einfach auf. Besser heiß oder kalt, als scheinheilig zu sein, um in den Himmel zu komm‘n brauchst du keinen heiligen Schein! Und deine Ablassbriefe, das fünfmal Beten am Tag... ein aufrechtes Herz ist was Gott mag! Die Leute fragen oft, wie ich denn sicher sei, bei all den ander‘n Religionen  da sei keine bei, die einen Weg vom Menschen zu Gott beschreibt, warum bei mir Christ sein der einzige Weg bleibt. Ich sage: Christ sein heißt in dem Glauben zu leben, es kann niemals einen Weg vom Menschen zu Gott geben, als dass Gott selbst zu den Menschen geht, weil der Mensch sich selbst nunmal im Wege steht. Ich glaube, da ist nichts was der Mensch tun kann, um eine Brücke zwischen dem Menschen und Gott zu spann‘n. Ich glaube, dass Gott in Jesus diese Brücke spannt, und er kommt uns mit off‘nen Arm‘n entgegengerannt.
(...)
„Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dorthin so schwierig ist.“ Äh... das haben wir scheinbar nicht gut kommuniziert.
Der Weg, nach dem der Mensch noch sucht, die Wahrheit, die er braucht, das Leben, das er will. Wie viele Menschen hab‘n versucht den eig‘nen Weg zu gehn und kam‘n doch nie ans Ziel. Du bist - der Weg. Ein Weg - Dein Weg.

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